Brandenburg entdecken: Elbe-Elster-Land - 7 x süß träumen
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In den Frühlingsferien / Osterferien ging es für uns auf einen Familien-Roadtrip - überwiegend - durch Italien. Unsere Ziele lagen größtenteils im Norden des Landes, angekratzt haben wir dabei auch noch die Toscana.
Trotz der untypischen touristischen Zeit waren schon einige wenige Touristen unterwegs. Doch in Florenz hat es uns dann getroffen, wie ein Schlag. Zum ersten Mal auf unserem Italien-Roadtrip hatten wir das Gefühl, in einer Stadt gelandet zu sein, die von Overtourism sehr stark betroffen ist.

Ganz ehrlich, eigentlich wollte ich euch so gern was anderes zu Florenz schreiben, als das was jetzt in diesem Bericht zum Ausdruck kommt. Denn grundsätzlich ist die Stadt einfach mal MEGA!
Ich hab mich total auf unseren Abstecher nach Florenz gefreut und war dann doch wieder froh, die Stadt verlassen zu können. Und das obwohl uns Florenz, mitten im März, bei fantastischem Frühlingswetter, empfangen hat. Wir stiegen bei 20 Grad aus dem Auto - während in Deutschland noch Temperaturen um den Gefrierpunkt vorherrschten. Und wir waren schon geflasht, bei Sonnenschein, in diese tolle Stadt fahren zu dürfen.
Jetzt denkt sich der ein oder andere vielleicht - so viel Wiederspruch - wie kann das sein? Ganz einfach, ich bin hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und "sehr nachdenklicher" Überlegung zu Florenz.
Ich war ganz fest entschlossen, die Top 10 Florenz Spots & Highlights (von sämtlichen Listen) abzureissen und euch davon zu berichten, ob die nun Top oder Flop sind...
...aber was soll ich sagen, ab und zu kommt es eben anders!



Bevor wir nach Florenz gedüst sind, habe ich mir ganz viel zu Florenz bei Bloggerkollegen durch- und angelesen und auch in klassischen Reiseführern geblättert und Bewertungsportale durchstöbert, um mal für mich herauszufinden, was denn wohl überhaupt die Florenz Sehenswürdigkeiten Tipps & Tops sind.
Daher hier jetzt einfach mal ein paar kleine Highlights und Spots aufgelistet, die man über Florenz wissen sollte, bzw. die man vor Ort in der Stadt findet. Denn die Stadt strotzt nur so vor Kultur und historisch (wunderschönen) Bauwerken:
Es heißt Florenz ist eine der schönsten 50 Städte auf der ganzen Welt (Quelle: Forbes Magazin). Die Stadt gehört daher wohl auch mit rund 4 Mio. Gästen pro Jahr (Quelle: Euromonitor International) zu den meistbesuchten Städten auf der Welt.
Florenz ist eine Großstadt in Italien mit fast 400.000 Einwohnern. Sie ist nicht nur die Hauptstadt der Toskana sondern auch gleichzeitig die größte Stadt der Toskana. Die Stadt liegt am Arno.
Seit 1982 zählt die historische Innenstadt von Florenz zum UNESCO Weltkulturerbe. Gegründet wurde Florenz als Florentina bereits 59 v. Chr. von Julius Cäsar.
Florenz strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Wir wußten gar nicht, welches Highlight wir zuerst ansteuern sollten. Hier nur ein paar Beispiele der Liste der Sehenswürdigkeiten in Florenz:
Wie gesagt, dass sind nur ein ganz paar Infos und Sehenswürdigkeiten in Florenz, die es über die Stadt zu wissen gibt oder die ihr vor eurem Besuch vielleicht besser gesagt wissen solltet.
Wir sind an zahlreichen Villen, Palästen, Kirchen und historischen Bauwerken vorbeigezogen, natürlich auch an den hier aufgelisteten. Eines gefühlt schöner als das Andere. Eines gefühlt bedeutender als das Andere.
Wir kamen gar nicht hinterher, auf unserer Karte und im Reiseführer zu schauen, was wir uns da überhaupt gerade anschauen. So beschlossen wir nach einem dreistündigen Marsch durch die historische Innenstadt (mit einem gefühlten Kulturschock) und einem schwirrenden Gedankenkarussell im Kopf, einfach in ein paar Seitenstraßen abzubiegen. Um auf diese Weise den Touristenmassen zu entfliehen und um hier einfach auf eigene Faust in Kirchen, Shops und Innenhöfe zu staunen.

Jetzt mal Hand aufs Herz, für Kinder ist es sicherlich eine Weile interessant, die historischen Geschichten und Bauwerke der Stadt zu erkunden. Doch irgendwann ist auch genug... daher bogen wir einfach kurzerhand aus dem Innenstadt-Trubel ab und erkundeten Florenz auf eigene Faust und vor allen Dinge ohne festen Plan, ohne Reiseführer ohne Insidertipps ohne den Drang jetzt nachschlagen zu müssen, wovor wir denn jetzt grad stehen.
Dafür aber spielerisch und vor allen Dingen mit einem leckeren italienischen Gelato in der Hand.
Dabei entdeckten wir kleine wunderschöne Kirchen in Seitenstraßen, hinter geheimnisvollen großen und schweren Türen, in denen wir uns dann auch ganz alleine aufgehalten haben. Plötzlich war es, hinter den alten Mauern, ganz ruhig und besinnlich.
Wir gönnten uns einen kleinen Nachmittagssnack (Pizza) in einer kleinen Bar, etwas abseits des Touristentrubels (spart auch in der Urlaubskasse für 2 x Pizza, die wir uns zu dritt geteilt haben, + 1,5 Liter Wasser waren es genau 10.- Euro).
In einer kleinen Gasse entdecken wir den Bartolucci Store Firenze (ein Laden mit Holzschnitzerarbeiten). Das Maskottchen des Ladens ist natürlich Pinocchio - wer sonst. Denn Pinocchio wurde ja vom italienischen Autor Carlo Collodi erfunden. Dieser Laden ließ natürlich auch die Elternaugen glänzen...


Wir ließen uns einfach immer weiter durch die Stadt treiben. Dabei zogen wir vorbei an Wasserspielen und Brunnen (Wasser zieht wohl alle Kinder an), fanden die erste Babyklappe der Welt, noch mehr Statuen, einen kleinen Laden mit Steinen (eine große Leidenschaft von SPANESSi; hier wurden dann auch 10.- Euro in Steine investiert) und überquerten zig Mal den Arno.
Bis wir zum Schluß im Viertel, am Fuße eines Hügels - auf dem sich "oben" der Piazzale Michelangelo befindet - landeten. Also hoch da, um einen Blick über die wunderschöne Stadt am Arno zu werfen.
Gut zu wissen: Der Aufstieg und Eintritt erfolgt übrigens völlig kostenfrei!


Auf halber Strecke nach oben findet ihr auch einen entspannten kleinen Garten. Hier machen es sich die Einheimischen mit einem kleinen Picknick bequem, um den Sonnenuntergang über der Stadt zu genießen. Auch wir nahmen hier einen kleinen Moment Platz und genossen den beginnenden Frühling um uns rum.
Dann ging es ganz nach oben - im Gegensatz zum Garten - war es hier ganz schön touristisch überlaufen. Auch wir reihten uns für das obligatorische Urlaubs-Familien-Selfie ein und versuchten einen freien Platz auf den Stufen zum Piazzale zu finden, um den Ausblick einfach etwas zu genießen (so gut es halt geht mit ganz vielen Menschen um einen rum).
Den Abstieg zurück in die Stadt und zu unserem geparkten Auto nahmen wir dann auf der anderen Seite des Hügels. Hier geht es noch einmal treppab durch eine Art Park (von hier kann man auch immer noch mal einen schönen Blick auf die Stadt erhaschen) und später entlang des Arno. Fast war die Sonne schon am Horizont verschwunden, als wir bei unserem Auto ankamen.
Ehrlich gesagt, war der zweite Teil des Tages zwar nicht so informativ und ich kann euch gar nicht sagen, was wir alles gesehen haben. Doch war dieser Teil unseres Tag in Florenz einfach umsoviel entspannter... und das bedrückende Gefühl, welches ich in den ersten drei Stunden in Florenz hatte, war dann auch verschwunden.
Trotzdem war ich sehr froh, dass wir keine Schlafstätte innerhalb von Florenz gebucht hatten, sondern eben in einiger Entfernung.
Ein paar Tipps für Florenz hab ich dann aber trotzdem für euch. Denn der Trubel der Stadt kann einen schon mal gut überfordern. Und weil es einfach unwahrscheinlich touristisch in der Stadt zugeht, ist es auch gar nicht mal so günstig. Gerade als Familie kann es da schon mal schnell kostspielig werden.
Achtung, denn auch wenn es in der Altstadt von Florenz Parkplätze gibt; innerhalb der Altstadt mit dem Auto fahren darf man nur zu ganz ausgewählten Zeiten oder ihr habt euch vorher eine Genehmigung besorgt. Eine solche Genehmigung bekommt ihr nur in ganz besonderen Ausnahmefällen (z. B. aufgrund einer Gehbehinderung).
Solltet ihr ohne besagte Genehmigung in die Stadt fahren, wird es teuer, aufgrund der ZTL (die es mittlerweile in fast allen italienischen Städten gibt).
Ich empfehle euch wirklich eines der Parkhäuser in Altstadtnähe zu nehmen und von dort aus die Stadt zu Fuß zu erkunden. Denn auch vermeintlich "freie" Parkplätze sind in Italien nicht immer für jeden "frei". Hier gibt es farbliche Unterteilungen... eine echte Wissenschaft für sich!
Vor der Altstadt gibt es einige Parkgaragen. Wir haben für das Tagesticket in der Parkgarage rund 15.- Euro gezahlt.

Ich kann euch jetzt nichts zu besonders tollen Restaurants sagen oder ganz besondere kulinarische Geheimtipps und Spots nennen. Doch kann ich euch sagen, innerhalb der Altstadt wirds nicht günstig.
Also verlasst die touristischen Spots lieber und taucht in einer der kleinen Seitenstraßen ab. Auch dort gibt es ein paar nette kleine Läden. Noch besser, ihr packt euren Rucksack mit Leckereien und wandert in den Garten kurz vor dem Piazzale Michelangelo, um dort ein Picknick - mit dem wohl entspanntesten Blick über Florenz - zu genießen.

Wir haben unsere Unterkünfte immer von unterwegs gebucht. Ihr könnt euch vorstellen, dass die Übernachtungs-Preise für Florenz doch eher im oberen Bereich lagen.
Daher habe ich ganz oft kleine gemütliche Städte "in der Mitte" gebucht (ist mit Kindern auch viel entspannter und vor allen Dingen habt ihr dort auch Platz und der Parkplatz ist in der Regel an der Unterkunft "kostenfrei"). Von dort sind wir zu Ausflügen gestartet, mal mit dem Auto und mal mit der Bahn.
Für unseren Ausflug nach Florenz hab ich z. B. ein tolles Ferienhaus in Lucca gebucht (für 3 Nächte ca. 170.- Euro) und wir sind von dort aus zu verschiedenen Orten und Städten in der Toskana gestartet. Von Lucca bis Florenz beträgt die Fahrtzeit mit dem Auto ca. 1 Stunde. In Lucca gibt es auch einen Bahnhof - von dort fahren regelmäßig Züge nach Florenz (Fahrtdauer liegt ebenfalls bei ca. 1 Stunde).
Solltet ihr doch innerhalb von Florenz schlafen wollen, so beginnen vergleichbare Unterkünfte, wie z. B. eine Ferienwohnung ab 100.- Euro pro Nacht.

Wer länger in Florenz bleibt, dem empfehle ich den Kauf eines Florenz City Pass (Turbo-Pass). Ihr erhaltet mit dem Pass nicht nur freien Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten in Florenz (wovon die Stadt ja bekanntlich sehr viele hat) sondern könnt auch kostenfrei an einer Stadtführung teilnehmen, eine Schlange vor einer Sehenswürdigkeit kurzerhand überholen und die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt nutzen.
Für einen Tag kostet der Florenz-Pass rund 55.- Euro für einen Erwachsenen und für Kinder 40.- Euro bzw. 20.- Euro (je nach Alter des Kindes). Danach staffeln sich die Preise aber und so liegt der Preis z. B. bei einem Aufenthalt von 3 Tagen bei 75.- Euro.
Wer also auf Kultur und Historie steht und die Stadt ausgiebig erkunden möchte, für den lohnt sich der Florenz-Pass - wer da eher ausgewählt vorgeht, der sollte mal rechnen, ob es nicht Sinn macht, den Eintritt für ausgewählte Hotspots und Sehenswürdigkeiten in Florenz direkt zu zahlen.

*Florenz war eine Station auf unserem Roadtrip durch den Norden von Italien. Ihr wollt wissen, welche Städte wir noch besucht haben und was wir erlebt haben? Ihr habt die Stadt selber schon besucht? Butter bei die Fische - wie hat Florenz euch gefallen?
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